Außerordentlicher Bundesparteitag der FDP
Westerwelle: Es geht hier um die Zukunft der Deutschen
In einer von stürmischem Beifall begleiteten Rede hat FDP-Parteichef Guido Westerwelle noch einmal deutlich gemacht, worum es bei der Bundestagswahl am kommenden Sonntag geht: "Entweder wir schaffen den Politikwechsel oder es geht weiter abwärts." Deutschland brauche wieder eine wirtschaftsfreundliche Politik, so Westerwelle. Er warnte vor einer linken Mehrheit und betonte: "Der Sozialismus hat nur einen Platz in Deutschland: Die Abteilung Geschichte." Den Bürgern rief er zu: "Deutschland, Du musst Dich jetzt entscheiden."
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Wahlaufruf einstimmig angenommen
Liberale setzen auf Freiheit vor Gleichmacherei
Die 667 Delegierten des FDP-Bundesparteitags haben am Sonntag den Wahlaufruf "Für einen neuen Anfang- durch eine neue Mehrheit" einstimmig verabschiedet. Darin wird eine Ampelkoalition abgelehnt. Die Liberalen machen sich für einen schwarz-gelben Politikwechsel stark. Schwarz-Gelb sei die einzige Koalition, die den Politikwechsel für "einen wirklichen neuen Anfang" ermögliche. Dieser Wechsel setze auf einen "mutigen neuen Anfang für Aufschwung, Wachstum und neue Arbeitsplätze", heißt es in dem dreiseitigen Papier. Die Liberalen setzten dabei auf Prinzipien wie "Freiheit vor Gleichmacherei, Erwirtschaften vor Verteilen, Privat vor Staat, Eigenverantwortung statt Staatsgläubigkeit".Wahlaufruf
Kurzversion des Wahlaufrufs
Niebel: Neuanfang nur mit einer starken FDP
Zweitstimme für die Liberalen ist die Gestaltungsstimme
"Das Rennen wird auf den letzten Metern entschieden", rief FDP-Generalsekretär Dirk NIEBEL den Delegierten auf dem FDP-Bundesparteitag in seiner kämpferischen Rede zu. Er unterstrich dabei, dass nur eine starke FDP der Garant für einen Politikwechsel sei. Bei der Bundestagswahl hätten es die Wähler am 18. September jetzt mit der Zweitstimme für die FDP in der Hand, den Neuanfang und den Politikwechsel sicher zu stellen. Im von Niebel vorgelegten Wahlaufruf setzen die Liberalen klar auf die Union als möglichen Koalitionspartner. "Schwarz-Gelb ist die einzige Koalition, die für die FDP im nächsten Bundestag in Betracht kommt", so Niebel. Einstimmig wurde der Wahlaufruf von den Delegierten verabschiedet.
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Gerhardt: Wir müssen aus dem Schlafwagen heraus
In einer packenden Rede mit außenpolitischem Schwerpunkt übte FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt auf dem außerordentlichen FDP-Parteitag in Berlin scharfe Kritik an Rot-Grün. Er verwies auf die lange Tradition liberaler Außenpolitik, die von Ministern wie Walter Scheel, Hans-Dietrich Genscher und Klaus Kinkel geprägt wurde. Die Außenpolitik dürfe sich nicht nur auf das Managen des Status quo beschränken: "Sie muss auch Antworten auf neue globale Herausforderungen entwickeln und Veränderungen bewältigen", so Gerhardt. In Richtung des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) erklärte Gerhardt, nur wer sich im Innern zusammenfinden könne, könne nach außen gut nachbarschaftlich leben.
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FDP startet in Wahlkampf-Schlussphase
Pieper eröffnet Bundesparteitag
Die FDP hat am Sonntagmorgen mit ihrem außerordentlichen Parteitag in Berlin die Schlussphase des Wahlkampfes eingeläutet. Die stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Cornelia Pieper, begrüßte die 667 Delegierten, die alle "gemeinsam für den Neuanfang kämpfen." Die Liberalen werden heute den Wahlaufruf mit dem Titel "Für einen neuen Anfang - durch eine neue Mehrheit" verabschieden. "Dies ist der letzte Sonntag an dem Deutschland von Rot-Grün regiert wird", rief Pieper den Delegierten und den über 500 Gästen zu.







